11. Leipziger Brückenlauf am 07. Januar 2018 - Ein Genusslauf.

Der Leipziger Brückenlauf ist für mich deshalb von vornherein entspannter als sonst jeder Lauf, weil Start und Ziel quasi direkt vor meiner Haustür bzw. wenige hundert Meter entfernt sind. Wir (mein langjähriger Laufbuddy Markus und ich) mussten uns noch nachmelden, sind dafür einfach gemütlich losspaziert, haben die Nachmeldung, die reibungslos und recht schnell geklappt hat, hinter uns gebracht und sind dann nochmal für einen heißen Pre-Race-Coffee (am Brückenlauf-Wochenende ist es irgendwie jedes Jahr klirrend kalt) in meiner Küche vorbeigeschlendert.

 

Strecke

Wir sind die längste beim Brückenlauf verfügbare bzw. laufbare Distanz gelaufen (12km), alternativ standen noch 4k zur Verfügung (super geeignet als erster Laufwettkampf für Einsteiger!) und ich glaube 500m für Kinder. Apropos: Ab wann wollen laufbegeisterte Kinder eigentlich bei sowas mitlaufen? Hat da jemand Erfahrungswerte?

Die 12km wurden in 2 Runden (je 6k) am Leipziger Karl-Heine-Kanal gelaufen, der meine absolute Haus- und Hoflaufstrecke ist. Ich habe mich also wirklich wie zu Hause gefühlt, und auch nicht wirklich wie bei einem "richtigen" Wettkampf, für den ich lange vorher angereist bin und die Strecke nicht kenne. Am Streckenrand waren - obwohl es sich um eine recht kleine Veranstaltung handelte - ganz viele liebe Menschen, die alle oder fast alle gerufen und/oder geklatscht haben. Stichwort kleine Veranstaltung: Das Teilnehmerfeld war recht ambitioniert, wir waren mit einem Schnitt von 5:45min/km im hinteren Drittel, vielleicht sogar Viertel des Teilnehmerfeldes unterwegs. Anders ist das - so lässt zumindest ein Blick auf die Ergebnisliste vermuten - beim 4km-Lauf, die 12km wurden aber überwiegend von schnelleren Läufern absolviert. Wer also so eine Distanz bei einem klassischen Einsteigerlauf laufen möchte, sei eher auf den Sportscheck Stadtlauf im September, die 10k beim Leipzig Marathon im April oder (für Mädels) den Leipziger Frauenlauf im Mai (ist aber oft sehr warm!) verwiesen. 

 

Versorgung

Dadurch, dass die 12km die längste Distanz waren, ist versorgungstechnisch weniger von Nöten, als bei einem Halbmarathon oder gar Marathon. Wir haben nur Wasser im Ziel getrunken, gegen Bezahlung gab es aber noch Erbsensuppe und Kaffee und vielleicht auch noch mehr (gratis), was ich nicht wahrgenommen habe, weil ich auch außer dem Wasser nichts gebraucht habe. Gleiches gilt für unterwegs. Ich habe keine Streckenversorgung gesehen, habe aber auch keine gebraucht und/oder gesucht, weil wir den Brückenlauf als gemütlichen Saisonauftakt genutzt haben und keine Bestzeiten laufen wollten.

 

Fazit

Für mich war es eine tolle Veranstaltung und ein mehr als gelungener Saisonauftakt. Ich habe den Lauf sehr genossen und werde sicher wieder teilnehmen!