Und täglich grüßt der Unterarmstütz - Ein Erfahrungsbericht

Pünktlich zum Jahresbeginn (zur Zeit der guten Vorsätze) habe ich mir gedacht, dass es Zeit für mich wäre, auch mal eine Monats-Challenge mitzumachen. Grund dafür waren gar nicht so sehr gute Vorsätze, denn an sportlicher Motivation mangelt es mir selten. Da ich aber nach vielen Wochen immer noch mit einer Laufverletzung zu kämpfen hatte, wollte ich eine andere "Konstante" in meinem Training, die mich verpflichtet und an der ich mich selbst messen kann. Ich mag Challenges und das Gefühl, mich mit mir selbst zu vergleichen und möglichst stetig an mir selbst und meinen neu gesteckten Zielen zu wachsen. Freilich ist es auch mal schön, "einfach nur so" ins Blaue hinein zu trainieren oder zu laufen. Ohne Trainings- oder Laufplan. Aber meistens habe ich das Gefühl, dass nur ein fester Plan, der mich fordert und fördert, neue Leistungen aus mir rauskitzelt.

Planking erschien mir gut machbar, auch mit meinem Fuß, der nach einer Bänderzerrung im Oktober immer noch geschont werden sollte.

Angefangen habe ich am 02. Januar, eingestiegen bin ich mit 40 Sekunden. 16 Tage lang habe ich keinen tag ausgelassen und immer genau 5 Sekunden länger durchgehalten, als am Vortag. Zwar bin ich mir 40 Sekunden bewusst niedrig eingestiegen, dennoch fand ich die ersten Tage wirklich anstrengend und weil ich noch nicht einmal bei einer Minute angelangt war auch deprimierend.

Nach etwas mehr als einer Woche (und bereits bei knapp 1,5 Minuten angekommen) schien ich auf einmal Routine zu bekommen und die tägliche Steigerung machte mir nichts mehr aus. Am 18.Januar kam dann der Cut. Ich hatte mir eine dicke Erkältung eingefangen und musste einen Tag pausieren. Am 19. Januar konnte ich den "verlorenen" Tag aber aufholen und war wieder in meinem Plan. Nach weiteren zwei tagen ging dann gar nichts mehr. Ich war schon bei über zwei Minuten angelangt, das machte mich stolz. Gleichzeitig war ich wütend, dass mir mein Körper wieder einmal Grenzen gezeigt hatte. Weil mir meine Gesundheit aber wichtiger ist, als der sportliche Erfolg, habe ich eingesehen, dass ich "richtig" pausieren muss und das habe ich auch getan. Mehr als eine Woche. Kurz vor Challenge-Ende habe ich beschlossen, dass ich stolz sein kann auf die zwei Minuten und dass es auch nicht schlimm wäre, wenn das mein endgültiges Challenge-Ergebnis bleiben würde. Dennoch beschloss ich, an den verbleibenden Tagen nochmal alles zu versuchen. Das Ergebnis könnt ihr im Bild sehen. 2 Minuten und 40 Sekunden. Ich bin stolz!

Ich möchte zukünftig das Planken weiterhin in mein (tägliches) Training integrieren. Ich glaube aber, dass 60-90 Sekunden genügen. Während meiner Pausenwoche hatte ich ein Gespräch mit meiner Physiotherapeutin über den Unterarmstütz und darüber, dass die meisten Menschen wohl Dauer über Technik stellen würden. Diesen Fehler möchte ich nicht machen. Die Erkenntnisse aus diesem gespräch habe ich Euch in meinem letzten Post zusammengefasst. Ich glaube aber, dass der Unterarmstütz gerade für Sportneulinge, aber auch für Erfahrene eine gute Übung ist, um die so wichtige Rumpfmuskulatur zu stärken. Wer an der Dauer und der Technik der Übung kontinuierlich arbeitet, dürfte gut bedient sein.

 

Eure Ines aka Run2Beat

 

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